
Die Verhandlungen um den Ausbau des Salzmann-Hafens am Rohrspitz sind noch nicht abgeschlossen. Immer mehr Bürgerinnen und Bürger wollen die Realisierung des Projekts verhindern und haben sich zu einer Plattform „Unser Rohrspitz“ zusammengeschlossen.
Rheindelta-BürgerInnen zeigen Unmut
Schon am ersten Verhandlungstag (22.2.2010) sind Demonstranten mit Plakaten, auf denen Protestaufschriften wie bspw. „Respektiere deine Grenzen“ zu lesen waren, aufmarschiert.
Jetzt haben sich besorgte Rheindelta-BürgerInnen zusammengetan und die Plattform „Unser Rohrspitz“ gebildet. Unterstützt werden sie von Organisationen wie dem Naturschutzbund, dem Alpenverein und dem Alpenschutzverein. Ziel dieser BürgerInnenbewegung ist die Verhinderung der Umwidmung des Grundes in eine Sonderfläche Marina durch die Fußacher Gemeindevertretung, durch welche der Bau erst ermöglicht würde. Ein weiteres Ziel ist ein Verkehrskonzept, das unser Naherholungsgebiet wieder den Fußgängern und Radfahrern überlässt und nicht dem motorisierten Individualverkehr.
Erklärung der Plattform „Unser Rohrspitz“:
Der Rohrspitz ist unser aller Naturschutzgebiet und soll nicht noch weiter den geschäftlichen Interessen einiger Weniger geopfert werden. Die Fehler der Vergangenheit können jetzt nicht mehr rückgängig gemacht werden, aber NEUE können VERHINDERT werden. Wir fordern daher von allen Beteiligten „Respektiert eure und unsere Grenzen“!
Die Plattform ist nicht grundsätzlich gegen einen Neubau und gegen Verbesserungen im Rahmen einer Bestandsregelung für das bestehende Restaurant. Eine Ausweitung der bestehenden Geschäftsfelder lehnen die Mitglieder der Plattform aber entschieden ab.
Geplante weitere Schritte:
Kommentare
"Unser Rohrspitz" am Bodensee
Hallo,
Ich genieße seit vielen Jahren Jahren die Gastlichkeit von beiden Lokalen am Rohrspitz - Glashaus und Salzmann.
In den letzen Jahren freute ich mich, dass das ganze Ufergelände ansehnlicher wurde und für Sportler und Spaziergänger was hergibt.
Das Glashaus wurde in nachhaltiger Weise optisch und funktional angepaßt.
Mein Eindruck war, daß als nächstes die Salzmanngebäude sicher neu zusammengefügt gestaltet werden, da die schrittweise Entwicklung der Jahre abzulesen ist.
Daß da sicher beim Campingplatz auch etwas in der Gestaltung geschieht ist selbstverständlich.
Was mich immer ein schlechtes Gewissen haben ließ und läßt, wenn die Parkplätze total voll waren und ingesamt zu viele Menschen gleichzeitig dort waren.
Der Shuttelbus war und ist ein Gedanke um den Autoverkehr verträglicher zu machen.
Einmal öfter zu Fuß von Fußach oder Höchst hingehen verbessert das auch. (geht von Bregenz etc. gut mit dem Landbus).
Die Frage der vielen Menschen zu gleicher Zeit ist nur in geringem Maß bewältigbar, da viele gleichzeitig Freizeit haben. Für mich selbst versuche ich teilweise zeitlich auszuweichen.
Wir wissen, daß in den Alpen bereits Rückbauten und Beschränkungen stattfinden, was letztlich auch in jedem Schwimmbad ("Ausverkauft") sein muß.
Für die Unternehmer Salzmann ist sicher sehr schwierig annehmen zu können, daß an Hand ihrem Projekt jetzt eine ganze Region umdenken und sich teilweise jeder Einzelne neu zu verhalten lernt.
Trotzdem glaube ich sollten wir klar sehen, wir haben gemeinsam die Pflicht uns gegenseitig dort hin zu führen.
Das heißt für mich 20% Autos weniger als stattdesse und stattdessen mehr Stellplätze als bisher für Zelte/Wohnwagen, die jedoch spätestens alle 7 Tage wechseln, damit viele die Vögel um 0400 Uhr hören können.
Ein Schuttelbusbetrieb und auch da mit maximaler Obergrenzen der Beförderung in das geschützte Gebiet, damit nicht zuviele Besucher gleichzeitig da sind.
Ob die Eintrittsmenge von Fahrradfahrern oder Fußgängern auch zeitweise beschränkt werden muß, soll der praktische Betrieb zeigen.
Ein zeitlich in der Saison gestaffelteter Bootsbetrieb mit bereits erreichter Obergrenze oder nach Verhandlungsergebnis. Wenn die Bootsgarage die Frequenzen im Vergleich zu bisher steigert, schlage ich vor begrenzende Maßnahmen zu schaffen oder nicht zu bauen. (Wobei ev. zumindest die Fundierungen der Gastromiegebäude für eine kleinere Garage genutzt werden sollten, da die Fundierungen so und so gebaut werden und hinsichtlich Wirtschaftlichkeit den Unternehmern entgegenkommen sollten)
Hinsichtlich der Neugestaltung der Gastronomiegebäude ist wünschenswert vom Aussenvolumen her nicht größer zu werden und die Größe (Sitzplatzzahl, ..) von den möglichen gleichzeitigen max. Besuchermengen aus Sicht der wertvollen Landschaft abzuleiten.
Hinsichtlich der Hotelzimmer wird vorgeschlagen einige Zimmer zuzulassen, damit auch Personen die nicht in einem Wohnwagen oder einem Zelt schlafen können oder wollen die Chance haben die Natur in der Nacht zu hören. Flankierend auch hier eine Belegung von maximal 7 Tagen, damit viele die Möglichkeit haben.
Das Wichtigste, bitte gehen wir, den Weg dieses Neudenkens miteinander.
Die Unternehmer die mit ihrem persönlichen Risiko für uns mit "unternehmen" Arbeitsplätze und Steuergelder bringen, die Politiker die bereit sind Entscheidungen für und mit uns herbeizuführen inkls.dem Aushaltens der Kritik und uns selbst die wir uns mit verändern hinsichtlich der Nutzung und mithelfen beim Gespräch/Dialog zur gemeinsamen Meinungsbildung.
Weiter weg von der Gastrozone am Rohrspitz, ohne die wir nicht sein wollen, können wir es ja schon sehr gut, da wir Tiere schonen, die Wiesen schützen, ....
In Jahren werden wir fühlen, super was wir "Bodenseeler" erreicht haben.
Seht, das nur als Diskussionsbeitrag ohne Anspruch es zu Wissen, das können wir nur miteinander finden
Gruß
Gerd Alfons, Bregenzeitigen